Brandschutzunterweisung

Brandschutzhelferausbildung

Hintergrund zum Brandschutzbeauftragten

Brandschutzunterweisung 

Der Arbeitsgeber ist durch das Arbeitsschutzgesetz sowie die berufsgenossenschaftlichen Erfordernisse zwecks Gewährleistung eines sicheren Betriebsablaufes zuständig für die regelmäßig wiederkehrende Unterweisung aller Beschäftigten im Brandschutz. Neu eingstelltes Personal ist ebenso zu unterweisen. Kein Problem – fragen Sie uns, wir helfen gerne weiter.

BrandschutzhelferInnenausbildung

Gemäß § 10 des Arbeitsschutzgesetzes wird vom Arbeitgeber gefordert, dass er Beschäftigte zu benennen hat, die für den Fall eines Brandes Aufgaben der Brandbekämpfung und der Evakuierung der übrigen Beschäftigten übernehmen.

Der/die  Brandschutzhelfer/in soll im Brandfall die unmittelbar notwendigen Maßnahmen einleiten und durchführen. Zu diesen Maßnahmen gehören die Brandmeldung und Alarmierung der Hilfskräfte, die eventuelle Bekämpfung von Entstehungsbränden und die Einleitung der Evakuierung des Gebäudes.

Ziel dieses Seminars ist es, Ihnen die erforderlichen Kenntnisse eines Brandschutzhelfers sowohl theoretisch als auch praktisch zu vermitteln.

Inhalte:

  • Bedeutung des Brandschutzes
  • Verbrennungsvorgang
  • Organisatorischer Brandschutz
  • Besondere Risiken im Betrieb
  • Aufgaben des Brandschutzhelfers
  • Brandschutzordnung
  • Brandschutztechnische Einrichtungen
  • Gefahrstoff-/ Gefahrguthandling
  • Kleinlöschgeräte und deren Handhabung 1

Teilnehmerkreis

Personen, die zum Brandschutzhelfer bestellt werden sollen bzw. diese Funktion schon ausüben.

Neue ASR A2.2 Arbeitsstättenregel
„Massnahmen gegen Brände“

Diese ASR gilt für das Ausstatten und Betreiben von Arbeitsstätten mit Feuerlöscheinrichtungen sowie für weitere Maßnahmen zur Erkennung von Entstehungsbränden, zur Alarmierung sowie Bekämpfung von Entstehungsbränden.

 Zitat ASR A 2.2

6.2 Brandschutzhelfer

 

(1) Der Arbeitgeber hat eine ausreichende Anzahl von Beschäftigten durch Unterweisung und Übung im Umgang mit Feuerlöscheinrichtungen zur Bekämpfung von Entstehungsbränden vertraut zu machen.

 

(2) Die notwendige Anzahl von Brandschutzhelfern ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung. Ein Anteil von fünf Prozent der Beschäftigten ist in der Regel ausreichend. Eine größere Anzahl von Brandschutzhelfern kann z. B. bei erhöhterBrandgefährdung, der Anwesenheit vieler Personen, Personen mit eingeschränkter Mobilität sowie großer räumlicher Ausdehnung der Arbeitsstätte erforderlich sein.

 

(3) Bei der Anzahl der Brandschutzhelfer sind auch Schichtbetrieb und Abwesenheit einzelner Beschäftigter, z. B. Fortbildung, Ferien, Krankheit und Personalwechsel, zu berücksichtigen.

 

(4) Die Brandschutzhelfer sind im Hinblick auf ihre Aufgaben fachkundig zu unterweisen. Zum Unterweisungsinhalt gehören neben den Grundzügen des vorbeugenden Brandschutzes Kenntnisse über die betriebliche Brandschutzorganisation, die Funktions- und Wirkungsweise von Feuerlöscheinrichtungen, die Gefahren durch Brände sowie über das Verhalten im Brandfall.

 

(5) Praktische Übungen (Löschübungen) im Umgang mit Feuerlöscheinrichtungen gehören zur fachkundigen Unterweisung.

-Zitatende ASR A 2.2-

Wer ist Brandschutzbeauftragter?

Ein Brandschutzbeauftragter ist eine vom Arbeitgeber schriftlich beauftragte und speziell ausgebildete Person, im Angestellten oder Externenstatus, die in den Unternehmen den betrieblichen Brandschutz organisatorisch gewährleistet, prüft und in Zusammenarbeit mit den anderen betrieblich Zuständigen, Verbesserungen erarbeitet.

Rechtliches zum Brandschutzbeauftragten

Behörden können beim Betrieb von Sonderbauten (MBO § 51) die Bestellung eines Brandschutzbeauftragten fordern.

Ab 5.000 m² Summe der Geschossfläche besteht bei allen Industriebauten eine Bestellpflicht gemäß Industriebaurichtlinie.

Daneben fordert die Musterversammlungsstättenverordnung §42 eine Brandschutzordnung und dass die Aufgaben des Brandschutzbeauftragten festgelegt werden.

Außerdem wird durch Versicherer (VDS) und QM- und Zertifizierungssysteme die Forderung nach  Brandschutzbeauftragten erhoben, um das Risiko von menschlichen Schäden und Produktionsausfällen aufgrund von Brandgeschehen zu minimieren.

Weiterhin sind Arbeitsschutzgesetz und berufsgenossenschaftliche Bestimmungen hinsichtlich Prävention und Aktualisierung geänderter Betriebsflächen- und Nutzungen einzubeziehen, die in Bezug auf Größe und Wahrscheinlichkeit eines Brand/Explosionsgeschehens aktuelle Gefährdungsbeurteilungen, und entsprechend geeignete Maßnahmen fordern, s.a. Betriebssicherheitsverordnung. Eine geeignete organisatorische Maßnahme ist die Bestellung eines Brandschutzbeauftragten, der den Unternehmer hinsichtlich seiner vielfältigen Verantwortungen entlastet.

Vorteile eines externen Brandschutzbeauftragten
  • Vermeidung von Betriebsblindheit
  • Aktuelles Fachwissen
  • Einsparung von Fortbildungskosten, Fachliteratur, Lehrmaterialien etc

Die Tätigkeit beinhaltet eine kontinuierliche Fortschreibung des vorbeugenden, abwehrenden und den organisatorischen Brandschutzes. Der vorbeugende bauliche Brandschutz befasst sich mit der Bausubstanz, Brandlasten und sicherheitstechnischen Einrichtungen. Der organisatorische Brandschutz beinhaltet zB. die Erfassung von Aktualisierungen der Flucht- und Rettungswege- und Pläne, Feuerwehrpläne, Hilfsmittelplanung, Alarm- und Brandschutzorganisation, die Überwachung des Brandschutzkonzeptes und die Beratung der Verantwortlichen.

Grundsätzlich hat der Brandschutzbeauftragte die Verantwortlichen eines Betriebes in allen Fragen des Brandschutzes zu unterstützen. Praktische Tätigkeitsbeispiele sind:

  • Durchführung von Brandschutzbegehungen
  • Erstellen von Brandschutzberichten zu den durchgeführten Begehungen
  • Erstellung und Aktualisierung der Brandschutzordnung
  • Zusammenarbeit mit den Aufsichtsbehörden, der Feuerwehr und den Feuerversicherern,ggf ASA
  • Beratung zur Gestaltung von Arbeitsverfahren und zum Einsatz von Arbeitsstoffen
  • Unterweisen von Mitarbeitern, ausbilden von Brandschutzhelfern

Richtlinien, Gesetze, betriebliche Brandschutzunterweisung und die Ausbildung von Brandschutz-/EvakuierungshelferInnen

Die Notwendigkeit gibt sich bereits aus der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers

In zahlreichen Gesetzen, Verordnungen, Regelwerken der Versicherer oder Berufsgenossenschaften wird darauf hingewiesen.
Wir können hier nur einige Beispiele aufzeigen. Für weitere Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Arbeitsschutzgesetz

§ 10 Erste Hilfe und sonstige Notfallmaßnahmen

1) Der Arbeitgeber hat entsprechend der Art der Arbeitsstätte und der Tätigkeiten sowie der Zahl der Beschäftigten die Maßnahmen zu treffen, die zur Ersten Hilfe, Brandbekämpfung und zur Evakuierung der Beschäftigten erforderlich sind. Dabei hat er der Anwesenheit anderer Personen Rechnung zu tragen. Er hat auch dafür zu sorgen, dass im Notfall die erforderlichen Verbindungen zu außerbetrieblichen Stellen, insbesondere in den Bereichen der Ersten Hilfe, der medizinischen Notversorgung, der Bergung und der Brandbekämpfung eingerichtet sind.

2) Der Arbeitgeber hat diejenigen Beschäftigten zu benennen, die Aufgaben der Ersten Hilfe, Brandbekämpfung und Evakuierung der Beschäftigten übernehmen. Anzahl, Ausbildung und Ausrüstung der nach Satz 1 benannten Beschäftigten müssen in einem angemessenen Verhältnis zur Zahl der Beschäftigten und zu den bestehenden besonderen Gefahren stehen. Vor der Benennung hat der Arbeitgeber den Betriebs- oder Personalrat zu hören. Weitergehende Beteiligungsrechte bleiben unberührt. Der Arbeitgeber kann die in Satz 1 genannten Aufgaben auch selbst wahrnehmen, wenn er über die nach Satz 2 erforderliche Ausbildung und Ausrüstung verfügt.

§ 12 Unterweisung

1) Der Arbeitgeber hat die Beschäftigten über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit während ihrer Arbeitszeit ausreichend und angemessen zu unterweisen. Die Unterweisung umfaßt Anweisungen, Erläuterungen, die eigens auf den Arbeitsplatz oder den Aufgabenbereich der Beschäftigten ausgerichtet sind. Die Unterweisung muß bei der Einstellung, bei Veränderungen im Aufgabenbereich, der Einführung neuer Arbeitsmittel oder einer neuen Technologie vor Aufnahme der Tätigkeit der Beschäftigten erfolgen. Die Unterweisung muß an die Gefährdungsentwicklung angepaßt sein und erforderlichenfalls regelmäßig wiederholt werden.

§ 4 Besondere Anforderungen an das Betreiben von Arbeitsstätten

1) Der Arbeitgeber hat die Arbeitsstätte instand zu halten und dafür zu sorgen, dass festgestellte Mängel unverzüglich beseitigt werden. Können Mängel, mit denen eine unmittelbare Gefahr verbunden ist, nicht sofort beseitigt werden, ist die Arbeit insoweit einzustellen.

2) Der Arbeitgeber hat dafür zu sorgen, dass den hygienischen Erfordernissen entsprechend gereinigt werden. Verunreinigungen und Ablagerungen, die zu Gefährdungen führen können, sind unverzüglich zu beseitigen.

3) Der Arbeitgeber hat Sicherheitseinrichtungen zur Verhütung oder Beseitigung von Gefahren insbesondere Sicherheitsbeleuchtungen, Feuerlöscheinrichtungen, Signalanlagen, Notaggregate und Notschalter sowie raumlufttechnische Anlagen, in regelmäßigen Abständen sachgerecht warten und auf Funktionsfähigkeit prüfen zu lassen.

4) Verkehrswege, Fluchtwege und Notausgänge müssen ständig freigehalten werden, damit sie jederzeit benutzt werden können. Der Arbeitgeber hat Vorkehrungen zu treffen, das die Beschäftigten bei Gefahren, sich unverzüglich in Sicherheit bringen und schnell gerettet werden können. Der Arbeitgeber hat einen Flucht-, und Rettungsplan aufzustellen, wenn Lage, Ausdehnung und Art der Benutzung der Arbeitsstätte dies erfordern. Der Plan ist an geeigneten Stellen in der Arbeitsstätte auszulegen oder auszuhängen. In angemessenen Zeitabständen ist entsprechend dieses Planes zu üben.

5) Der Arbeitgeber hat Mittel und Einrichtungen zur Ersten Hilfe zur Verfügung zu stellen und diese regelmäßig auf ihre Vollständigkeit und Verwendungsfähigkeit prüfen zu lassen.

BGV A1 Grundsätze der Prävention

§ 22 Notfallmaßnahmen

1) Der Arbeitnehmer hat entsprechend § 10 Arbeitsschutzgesetz die Maßnahmen zu planen, zu treffen und zu überwachen, die insbesondere für den Fall des entstehens von Bränden, von Explosionen des unkontrollierten Austretens von Stoffen und von sonstigen gefährlichen Störungen des Betriebsablaufs geboten sind.

2) Der Unternehmer hat eine ausreichende Anzahl von Versicherten durch Unterweisung und Übung im Umgang mit Feuerlöscheinrichtungen zur Bekämpfung von Entstehungsbränden vertraut zu machen.